Zum Geleit

Seit 2011 obliegt mir die Aufgabe, die Fachtagungen der DGfC gestalten und organisieren zu dürfen. Dabei geht es immer wieder um die Idee, gesellschaftliche Themen in den Kontext von systemischem Coaching zu stellen und die Frage aufzuwerfen: „Was hat…. mit Coaching zu tun?“ Besonders wertvoll erscheint mir im Rahmen der Fachtagung die Möglichkeit, mit Menschen unterschiedlichster Kontexte in fachlichen Austausch zu treten, Erfahrungsnetzwerke zu erweitern und gemeinsamen Ideen einen Weg zu bahnen.

In diesem Sinne freue ich mich in diesem Jahr besonders darauf, Raum und Einblicke in einen Themenbereich zu öffnen, der uns permanent zu umgeben scheint, in seiner Globalität und Wirksamkeit aber kaum zu fassen ist. Erkenntnisse der Hirnforschung erreichen uns mit der Geschwindigkeit eines Jets in immer kürzerer Abfolge. Allerdings scheint sich in ihnen auch immer eindrucksvoller abzubilden, wie komplex und multidimensional der menschliche Organismus ist. Die Tatsache, möglicherweise noch ganz am Anfang der Erkenntnisse zu stehen, sehe ich als Herausforderung zum lebenslangen Lernen aber auch zur Achtsamkeit im Umgang mit bereits vorhandenem „Wissen“.

In der zweitägigen Fachtagung wollen wir uns unter dem Titel „Neurowissenschaften und Coaching den Einblick in aktuelles neurowissenschaftliches Wissen gönnen. Dazu haben wir namhafte Neurowissenschaftler als Referenten und Gesprächspartner eingeladen. Zum anderen werden wir am Sonntag unter der Überschrift „Coaching und Neurowissenschaften“ einen Transfer der empfangenen Informationen in unsere Coachingpraxis versuchen. Dabei wird aus dem eher rezeptiven Charakter des Vortages ein kreativ-evolutionärer Lern- und Entwicklungsprozess unter Einbeziehung aller Beteiligten entstehen.

Ich danke meinen Unterstützer_Innen, für Ihren fachlichen und organisatorischen Beistand bei der Vorbereitung und freue mich auf eine gelingende und agile Fachtagung 2019.

Tobias Schumann